Zuschlag: SGK richtet versehentlich Deutsche Meisterschaft im Sportscheißen aus

Durch diverse Übermittlungsfehler infolge von fehlerhaften automatischen Textkorrekturen wurde die Schützengesellschaft Kamenz e. V. von der Deutschen Scheißsport Förderation (DSF) mit der Ausrichtung der ersten Deutschen Meisterschaft im Sportscheißen beauftragt. Angemeldet sind bisher 134 Einzelstarter und 19 Mannschaften, darunter die favorisierte „Stuhl-Gang“ aus Oberkaka sowie die ebenfalls zum Kreis der Titelanwärter zählenden „Flotten Ottos“ aus Poritz. In der queeren Wertungsklasse kann sich mit dem Team „Trans-Pirant*innen“ aus Kloschwitz auch eine sächsische Mannschaft Titelhoffnungen machen. Aufgrund der insgesamt noch überschaubaren Zahl an Aktiven im organisierten Scheißsport fanden allerdings keine Ausscheidungswettkämpfe vor dem nun stattfindenden Ausscheidungswettkampf statt.

Aus der Notdurft geboren: Interessante Disziplinen

Die weitaus meisten Aktiven defäkieren dabei in den Präzisionscheißdisziplinen um Meisterehren, während das international an Po-pularität zunehmende dynamische Scheißen hierzulande noch in den Windeln steckt. Das Präzisionsscheißen gliedert sich dabei in die Kategorien „Standard“, bei der die Schisssportgeräte aus Porzellan gefertigt werden, hier gibt es die Klassen „wandhängend“ bzw. „bodenstehend“, weiterhin sind noch Unterscheidungen nach „Tiefspüler“ oder „Flachspüler“ möglich, was die jeweilige Schisssportordnung näher regelt.
Gefragt sind einerseits rar werdende Klassiker wie das einst in vielen Farben erhältliche Villeroy & Boch Bernina Tiefspül Stand WC in der bei vielen Kacktiven populären A/W-Version, während jüngere Scheißsportler eher moderne, voll vernetzte japanische Washlets mit beheizter Sitzfläche, selbst reinigender Warmwasser-Intimdusche und automatischer Trockenfunktion bevorzugen. Ganz neu mischt hier die österreichische Firma Klock mit, die mit ihrem Modell 17 erstmals ein Dusch-WC mit Polymer-Schüssel auf den Markt brachte. Weniger modern geht es hingegen bei den Traditionalisten der „Field Target“-Klasse zu, die außerhalb fester Schissstände ihre Sportstätten mittels Klappspaten impovisieren.

Träume in Sunset, Bahamabeige oder Caramel: Die bunte Vielfalt an Scheißsportgeräten in den 1980er Jahren

SGK-Präsident zuversichtlich

Auch wenn der irrtümlichen Bewerbung für die Wettkampfausrichtung im Prinzip nur ein Buchstabendreher zugrunde liegt, wollte man die Ausrichterrolle nach dem Erkennen des Missverständnisses im Sinne einer friedlichen Kloexistenz mit anderen Sportarten nicht zurückgeben. Wohl wissend, dass die Vorbereitung und Durchführung eines solchen Events einen großen organisatorischen Kraftakt für die SGK darstellt. Letztendlich freut man sich in Kamenz aber auf den Scheißwettkampf, der den sonst lauten Schießstand für die Wettkampfdauer zum stillen Örtchen macht. Präsident Thomas Reinecke gibt sich zuversichtlich hinsichtlich der Organisation einer solchen Veranstaltung von bundesweiter Bedeutung: „Wir haben schon etwas Schiss vor der Herausforderung, aber wir kacken das!“

Vielfältiges Rahmenprogramm

Die Veranstaltung wird durch einen kleinen Festakt mit Darbietung der „Kackophonie in WC-Dur“ durch das Kamenzer Kammblasorchester sowie einer Kloreografie der „Darmstadt Diarrhoes“-Cheerleader eröffnet. Die DSF-Markenbotschafterin Charlotte Roche ist ebenfalls vor Ort und liest aus ihrem neuen Roman „Hakle Feucht Gebiete“. Der Dünnpfiff für den ersten Wettkampf erfolgt dann pünktlich um 14.14 Uhr durch DSF-Präsident Heinz „Shitting Bull“ Klokowsky.

Interessenten am Schisssport sind herzlich eingeladen, als Zuschauer den ersten deutschen Meisterschaften im Sportscheißen beizuwohnen. Wie immer warten alkoholfreies Freibier und Schnittchen auf die Besucher.

Hintergrund: Sportscheißen in Deutschland
Der Scheißsport in Deutschland wurde unfreiwillig durch den Rheinischen Schützenbund mit einem zweckgebundenen Etatposten „Fachschaft Sportscheißen“ vor sieben Jahren aus der Taufe gehoben. Da die im Haushalt eingestellten Mittel in Höhe von 61.500 Euro nicht für andere Zwecke eingesetzt werde konnten, machte man aus der Not eine Tugend und gründete die „Deutsche Scheißsport Föderation“ (DSF), die sich zwischenzeitlich als Fachverband etablieren und ein vom Bundesverdauungsamt in Köttelbach genehmigtes Regelwerk für die sportlich organisierte Ausscheidung von Stoffwechselprodukten erstellen konnte.

Buchstabendreher mit Folgen:
Wie der RSB versehentlich den Scheißsport in Deutschland etablierte